Der rote Faden. Ganz wörtlich.
Eine japanisch gedachte Trauung im Bonsaigarten, bei der jedes Detail zum Motto gehörte.

Geheiratet wurde draußen im Bonsai Zentrum Heidelberg, zwischen Bäumen, die jahrzehntelang gepflegt wurden. Natascha und Alex sind durch die Alleen dieser Bäume gegangen, hinein und wieder hinaus, und ich habe selten eine Kulisse erlebt, bei der man so wenig hinzufügen muss. Die Deko war japanisch gedacht und bis in die kleinste Kleinigkeit durchgezogen. Kein Detail, das nicht dazugehörte.
Das Motto war der rote Faden des Schicksals, Unmei no Akai Ito: die Vorstellung, dass zwei Menschen unsichtbar miteinander verbunden sind, lange bevor sie sich begegnen. Dieser Faden hat sich durch die ganze Rede gezogen.
Ein Bild trägt aber nur, wenn man es auch anfassen kann. Also gab es drei Handlungen dazu: ein Sake-Ritual, angelehnt an das traditionelle San-san-kudo, mit dem die beiden ihre Verbundenheit besiegelt haben. Einen Daruma, in dem ein Wunsch für die gemeinsame Zukunft festgehalten wird. Und Omikuji, die kleinen japanischen Wahrsage-Zettel. Normalerweise hängt man sie an einen Baum. Hier hat jeder Gast seinen Wunsch für die beiden daraufgeschrieben und ihn an den roten Faden gebunden.
Später wurde die Hochzeitstorte mit einem Katana angeschnitten, ganz stilecht. Und der erste Tanz war der Tanzszene aus Pulp Fiction nachempfunden.
Verbunden.
Momente.







Zuletzt aktualisiert: 13. September 2026